Kommentar zum Martyrium von Ayatollah Nimr (r.)

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Das mittelalterliche Regime Saudi-Arabiens ließ am heutigen Samstag den muslimischen Gelehrten und Menschenrechtsaktivisten Ayatollah Muhammad Baqir al-Nimr (r.) zusammen mit 46 weiteren Personen hinrichten. Sie wurden von einem der terroristischsten Regime der Welt beschuldigt den Terror zu unterstützen. Das tatsächliche Verbrechen, welches Ayatollah Nimr (r.) in den Augen der Saudis begangen hat, war die untragbare Menschenrechtssituation im Lande anzuprangern. Er forderte nichts anderes als die Anerkennung und Gleichberechtigung der schiitischen Bevölkerung und Selbstbestimmung des Volkes über ihr eigenes Schicksal – eine Forderung, die in die Saudi-Arabien mit dem Tod entlohnt wird. Gleichwohl die Herrscher des Regimes glauben mögen durch ihre barbarische Aktion der Hinrichtung Ayatollah Nimrs (r.) sich des Problems entledigt zu haben, wird das Erbe dieses unschuldig ermordeten Gelehrten zur Destabilisierung Saudi-Arabiens führen. So wurden bereits kurz nach Bekanntgabe der Meldung über die Massenhinrichtung hunderte gepanzerte Fahrzeuge in die Heimatregion von Ayatollah Nimr (r.) verlegt, um die Demonstrationen der dortigen Menschen niederzuschlagen.

Es handelt sich um Fahrzeuge, die im Westen gebaut und den Saudis geliefert wurden. Somit klebt nicht nur an den Händen derjenigen, die dieses Urteil gefällt und ausgeführt haben, das Blut der unrechtmäßig ermordeten Menschen, sondern auch an denen ihrer Unterstützer und Verbündeten, vorrangig den westlichen Staaten. Sie sind die Lebenserhalter von hörigen Regimen aus dem Holze Saudi-Arabiens. Jeder verlogene Politiker, der in Saudi-Arabien einen Verbündeten sieht, dem es zu helfen gelte, wie bspw. die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, gehören für ihre Verbrechen verurteilt und gestraft. Wie verlogen und heuchlerisch kann die Politik sein, wenn sie auf der einen Seite dieses brutale Steinzeit-Regime als Stabilitätsanker und Verbündeten bezeichnet, und gleichzeitig auf der anderen Seite das Banner der Menschenrechte hochzuhalten gedenkt und vorgibt für humane Werte einzustehen? Diese Widersprüchlichkeit und Verlogenheit der Spitzenpolitiker wird zunehmend unerträglich für die Menschen und stellt eine ernste Gefahr für die politische und gesellschaftliche Ordnung dar.

Alle freiheitsliebenden Menschen sind dazu aufgerufen das Vorgehen des extremistischen Saudi-Regimes entschieden zu verurteilen und ihre Volksvertreter auf diesen Umstand aufmerksam zu machen. Dieses Regime hat durch seine unzähligen Verbrechen bis in die Gegenwart hinein sein Recht auf Existenz verwehrt und gehört in die Müllhalde der Geschichtsschreibung.

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Mehdi Kazemi

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